168 Jesus ist hocherfreut weil er gegen Ende seines Erdenlebens sein Erlösungswerk schon fast volle
VORBEMERKUNG In einer fast ekstatischen Stimmung sieht Jesus zum ehrfürchtigen Erstaunen seiner Apostel seine Erdenpilgerschaft im Licht aus der Ewigkeit. Wie freut es ihn dass er uns arme Sünder in seinen reinen, vor Freude erbebenden Himmel führen darf. Dann kommt die Frage der Apostel wie sich das mit dem Verräter, den Jesus öfter mit trauriger Stimme erwähnte, genau verhält? Was ist das für ein Mensch? Jesus deutet dazu an, dass er in langsamer Steigerung zum Verräter werden wird. Judas wird immer wieder schwanken zwischen Treue und Verrat. In den Tagen vor der eigentlichen Passion Jesu bzw. beim letzten Abendmahl die geheimnisvollen Worte des Herrn: „Da fuhr Satan in ihn“. Judas hat in Freiheit gehandelt und Satan hat ihn speziell in dieser 3-jährigen Wanderung mit Jesus schrittweise für sich gewonnen. Das Einfallstor für den Teufel war die sündhafte Sinnlichkeit / Sinnenfreuden des Judas. Jesus erklärt allgemein, dass Satan als erstes Einfallstor in die Seele die Begierden des Menschen benützt (Versuchung Jesu in der Wüste: „Mach dass aus diesen Steinen Brot werde“) Dann verführt und beschmutzt er als 2. Schritt die geistige Welt des Menschen. Weiters ist in diesem Kapitel auch noch eine Begegnung mit einem Mann, der voll von Hass auf Jesus ist und dessen Seelenlandschaft Jesus etwas näher erläutert. Dann kommt Jesus auch im Blick auf seine Ablehnung durch eine gewisse Schicht in Israel auf sein strenges Gericht zu sprechen. Die Gefahr ist ja, Jesus bzw. Gott Vater nur als gütigen Vater zu sehen und nicht auch als Richter. Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sind bei Gott in vollkommener Harmonie. Auch in der Bibel gibt es strenge Gerichtshinweise (Matthäus 11:21-24 »Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Oder: „wenn ihr euch nicht bekehrt werdet ihr genauso umkommen…“) Etwa 40 Mal ist in der Bibel von der „Hölle“ die Rede.
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