Joachim von Fiore und Gottfried von Auxerre
- Artikel-Nr.: AN23231
Autor: P. Eugenius Lersch OCist
157 Seiten / Hardcover
22,5 x 14,5 cm
Die erste einer Folge von prämierten Diplomarbeiten von Absolventen der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz herausgegeben in der Reihe Exordia.
Seliger oder Ketzer? Ausgangspunkt dieser Untersuchung ist die eschatologische Interpretation der Zahlenmystik durch den Eremiten, Zisterzienserabt, Ordensgründer und Exegeten Joachim von Fiore (ca. 1136–1202). Joachims exegetischer Ansatz und seine Rede von einem geisterfüllten neuen, dritten Zeitalter haben sich fortgesetzt: Eine subkutane Strömung mit revolutionärem Potential in Kirche und Gesellschaft und bis in die Gegenwart teilweise verhängnisvollen Folgen.
Dieses Potential ist Joachims zisterziensischem Mitbruder Gottfried von Auxerre (ca. 1120–1210) bald aufgefallen. Erfahren im Kampf gegen Häretiker seiner Zeit, verfasste Gottfried einen Gegenentwurf zu Joachims Theorien. Der Autor dieser Studie zeichnet den spätantiken und mittelalterlichen Chiliasmus nach, analysiert die Kontroverse und liefert einen Ausblick auf die Auswirkungen des Millenarismus bis in gegenwärtige kirchliche Diskussionen.
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